Am 26. Juni wir 3 Jahre Riverflow Yoga in Heimstetten bei München gefeiert.
Der Tag klingt noch lange in mir nach. Denn trotz der hohen Temperaturen sind so viele neue und bekannte Gesichter zu unserem Jubiläum gekommen. Es war ein wirklich schöner Tag voller Begegnungen, Bewegung und gemeinsamer Zeit.
Am Abend haben wir uns dann von Hannis wunderschöner Stimme durch den Flow tragen lassen. Die Stimmung und Energie, die dabei entstanden sind, sind für mich kaum in Worte zu fassen. Die Verbundenheit, die Ruhe und die Kraft im Raum haben auch mich getragen und tief berührt.
Dieser besondere Tag hat mir aber auch wieder gezeigt, wie sehr Yoga mich nicht nur auf der Matte, sondern vor allem im Alltag stärkt.
Denn kurz bevor alles losging, habe ich mich ausgesperrt.
Barfuß. Ohne Handy.
Eigentlich hätte ich den Raum vorbereiten sollen. Stattdessen stand ich ausgesperrt vor der Tür.
Früher wäre ich in so einer Situation vermutlich direkt in Panik geraten. Mein Kopf hätte angefangen, alle möglichen Katastrophen auszumalen:
Was jetzt alles nicht klappt.
Was ich hätte anders machen müssen.
Wie peinlich das ist.
Wie ich das alles noch rechtzeitig lösen soll.
Das klassische Gedankenkarussell eben.
Doch diesmal war ich erstaunlich ruhig.
Ich dachte nur: Es ist jetzt, wie es ist. Ich kann es gerade nicht ändern.
Also bin ich erst einmal etwas essen gegangen, habe mich über eine kleine Pause gefreut und mir Hilfe organisiert. Natürlich war es nicht ideal. Aber es war lösbar.
Gelassenheit im Alltag bedeutet nicht, dass immer alles perfekt läuft
Genau in solchen Momenten merke ich, wie viel Gelassenheit mir Yoga inzwischen schenkt.
Nicht, weil dadurch plötzlich immer alles ruhig, leicht und perfekt läuft. Sondern weil ich gelernt habe, mit dem umzugehen, was gerade da ist.
Nicht sofort gegen den Moment zu kämpfen. Nicht direkt in den inneren Stress zu gehen. Sondern kurz innezuhalten und mich zu fragen:
Was ist jetzt wirklich los?
Was kann ich gerade beeinflussen?
Und was ist der nächste kleine Schritt?
Für mich bedeutet Yoga im Alltag genau das.
Yoga ist nicht nur die Zeit auf der Matte. Nicht nur Bewegung, Dehnung oder eine schöne Stunde im Studio. Yoga begleitet mich auch in den Momenten, in denen etwas anders läuft als geplant.
Wenn ich merke, dass mein Kopf schneller wird als mein Körper.
Wenn ich mich überfordert fühle.
Wenn ich am liebsten sofort alles lösen möchte.
Dann hilft mir Yoga dabei, wieder bei mir anzukommen.
Vielleicht nicht immer sofort. Vielleicht auch nicht perfekt. Aber immer ein kleines bisschen mehr.
Veränderung entsteht oft im Kleinen
Ich glaube, wir warten oft auf den einen großen Moment, in dem sich plötzlich alles verändert.
Aber manchmal beginnt Veränderung viel leiser.
In einem Atemzug.
In einer kleinen Pause.
In dem Moment, in dem wir uns nicht sofort selbst verurteilen.
Oder in der Entscheidung, nicht gegen uns selbst zu kämpfen.
Meine ausgesperrte Barfuß-Geschichte klingt im Nachhinein vielleicht nicht besonders groß. Aber für mich war sie eine kleine Erinnerung daran, wie viel sich verändern kann, wenn wir lernen, anders mit uns selbst umzugehen.
Nicht härter. Nicht schneller. Nicht perfekter.
Sondern freundlicher.
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Etwas läuft anders als geplant. Der Tag wird zu viel. Die Gedanken sind nicht mehr klar, der Atem wird schneller und der bewusste Fokus geht verloren.
Wenn du das wahr nimmst, dann musst du nicht sofort die perfekte Lösung finden.
Vielleicht reicht es für den Anfang, einmal bewusst auszuatmen. Kurz stehen zu bleiben und dich zu fragen: Was ist jetzt? Was kann ich gerade annehmen? Und was ist der nächste kleine Schritt?
Nicht, weil damit sofort alles leicht wird.
Sondern weil wir lernen dürfen, mit dem umzugehen, was gerade da ist. Schritt für Schritt